Namua Island

Heute fahren wir zu dritt mit einem kleinen Boot rüber auf die vorgelagerte Insel Namua. Hier gibt es ein kleines stromloses Resort und angeblich die bis zu einem Meter großen roten Kokosnusskrabben. Ausserdem werden in dem Riff immer wieder Schildkröten gesehen. Ich bin sehr gespannt was uns erwartet.

Abgeholt werden wir von einem komplett verbeulten Aluminiumboot. Ein mit grobem Werkzeug ausgebeultes Tsunamiopfer. Aber es fährt und schwimmt. Die Überfahrt dauert nur 15 Minuten. Auf der Insel angekommen wird erst einmal geschnorchelt. Mit der Insel im Rücken hat das Riff bei dem Tsunami lange nicht so viel Schaden genommen, wie direkt vor der Küste. Hier macht das Schnorcheln wieder Spass. Sebastian ist regelrecht begeistert, ist es doch sein erstes Mal.

Mittags gibt es ein perfekt gegrilltes Hühnchen und danach klettern wir (auf allen vieren) auf den Berg der Insel. Mit viel Glück soll man im dichten Urwald die spinnenartigen Riesenkrabben sehen können. Einmal meinte ich auch ein langes rotes Bein gesehen zu haben. Es verschwand blitzschnell unter einem großen Stein. Irgend wie hatte niemand von uns dreien wirklich den Schneid unter den Stein zu krabbeln. Verbuchen wir es mal als eine Fastsichtung 😉 Was wir aber sahen war eine Kolonie von Flughunden, die kopfüber an den Bäumen hängend den Tag verschliefen. Und so eine Art kleinerer Suizidkrabben. Bis ca. 7cm groß und wie Einsiedlerkrebse in fremden Schalen hausend. Kaum werden sie in ihrer Tagesroutine gestört, laufen sie blindlings los. Auf einem derartig steilen Gelände keine gute Idee, weil in der Regel nach ein paar Metern Flucht, ein unkontrollierter Absturz die extrem steilen Inselhänge hinunter erfolgt. Ich frage mich eh, wie die da hinauf gekommen sind. Wir drei haben mit Händen und Füssen kletternd ganz schön geschnauft. Auf dem Weg nach unten hat es mich dann ganz schön böse erwischt. So ein Flip-Flop ist ein denkbar ungeeignetes Schuhwerk für so ein Gelände. Mir rutschten beide Beine Weg und ich knallte voll mit den Schultern auf den Boden. Gefühlte Minuten habe ich damit zu kämpfen, wieder richtig Luft zu bekommen. Ich sehe aus wie eine Sau. Mit Matsch und Schlamm eingesaut. Bin gut und gerne 10 Meter auf der glitschigen Bergflanke runtergeschlittert. Aber sonst ist weiter nichts passiert. Erst am Abend bei einer weiteren Feuertanzshow macht sich ein steifer Hals bemerkbar. Diesmal kann ich mich dann auch vor dem obligatorischen Mittanzen drücken.

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