Ko Tao – Mango Bay

Heute sollte es die Mango Bay sein. Unser Wirt meinte, wir sollten doch lieber ein 4-Wheel Taxi oder ein Taxi Boot nehmen, weil die Straße so schlecht sei. Nach unseren Ausflügen auf Ko Phan-gan klang schlechte Straße gar nicht sooo schlecht. Und einmal abgesehen von einer wirklich sehr steilen Passage (5km/h  VMax mit Vollgas auf dem Roller) war das alles gut zu fahren. Es gab sogar Stellenweise Betonpisten. Diese waren zwar nur 1,5m breit, aber verglichen mit den Lehmrutschbahnen auf der Nachbarinsel, ein Highway. 

Was wir nicht ahnten, war der lange und steile Abstieg (und folgerichtig auch Nachmittags der Aufstieg) an den Strand hinab. 400 Stufen haben wir beim hochklettern nachher gezählt. 76 Stockwerke meinte die iPhone Health App. Also faul waren wir heute nicht. Mitten auf halber Strecke dann ein Schlagbaum. Bewacht von einem Thai. Der von jedem von uns 100bth kassierte. Das sind 2,50€; für Thailändische Verhältnisse gar nicht wenig (Zur Erinnerung, unser Roller kostet 150bth/24h!) Dafür durften wir dann aber auch alle Facilities und Annehmlichkeiten des Resorts nutzen. Und von dem erhabenen Terrassenplatz hatten wir dann einen tollen Blick über die ganze Bucht, sehr bequeme Liegen und eine Treppe bzw. Sprungmöglichkeit direkt ins Schnorchelparadies. Auch hier wieder jede Menge Fische und Korallen. Und wieder haben wir bisher noch nicht gesichtete Fischarten entdeckt.
 
Zum Sonnenuntergang sind wird dann nach an die Nordspitze an das Restaurant vis-a-vis der drei Nang Yuan Inseln gefahren. Dort gab es einen ganz anständigen Espresso und für morgen Abend haben wir da einen schönen Tisch reserviert. Um 20:00 gab es dann noch eine leckere Thai Dinner in einem Restaurant was wir uns die letzten Tage ausgesucht hatten.
Niklas:
Die Mango Bay war zwar anstrengend zu erreichen, allerdings finde ich das sich die Arbeit gelohnt hat, da die Liegen super bequem waren, und wir nicht am Strand waren. Das heißt,  dass kaum Leute da waren.  Aber das beste war das Schnorcheln. Da die Unterwasserwelt nochmal anders war wie an den anderen Stränden. Es gab viele bunte Fische, und viele Korallen wuchsen an steilen Riffen so das dass Riff schmaler wirkte.

Ko Tao – Haad Tien Beach

Augen auf und irgend etwas ist anders. Ich schwitze nicht. Klimaanlage ist aus. Was ist los? Blick vom Balkon: Wetter ist kaputt. Dicke Wolken und es tröpfelt leicht. Ok, erst mal duschen und gemütlich Frühstücken. Nach dem Frühstück dann ein kleiner Schock. Niklas GoPro ist defekt. Das Display ist schwarz und zeigt nichts mehr an. Nach Recherche im Internet auch nicht schlauer. Support Anfrage gestellt und ohne Cam auf den Weg zur Shark Bay gemacht. Unterwegs wurde aus dem anfänglichen Tröpfeln dann allmählich eine ordentliche Regenwald Dusche. Tropfen haben wir uns in ein Café geflüchtet. Mit echten Latte Macchiato und Pain au Chocolat. Zeit für ein zweites Frühstück.

Der nachlassende Regen macht Hoffnung. Mit einem kleinen Schlenker über den Freedom Beach (wir haben uns nicht verfahren, es gibt ja nur 2 Straßen) sind wir dann am  Coral View Beach gelandet. Vis a vis vom Shark Island. Hier sollte man schnorcheln können. Der Beach sehr einladend und gepflegt. Erfreulicherweise keinen Eintritt. Dafür soll man auf mitgebrachte Speisen und Getränke verzichten und in der Beachbar konsumieren. Klingt fair.
Wir sind erst einmal sofort ins Wasser und an den dicken Boulder der Rechten Seite hinaus. Der erste Schock – alle strandnahen Korallen sind tot. Das änderte sich zum Glück weiter draussen. Wieder unglaublich viele Fische in einer faszinierenden Artenvielfalt. Und ganz viele Fischschulen mit dem Nachwuchs. Nur wenige Zentimeter groß, sehen sie genau so aus wie die 100 fach größeren ausgewachsenen Exemplare. Wie wir ziemlich weit draussen waren, fing es dann heftigst an zu regnen. Der kalte Regen auf dem Rücken fühlte sich ungewohnt an. Die Wasseroberfläche entspannt sich total und viel Fische wurden aus ihren Verstecken gelockt und sind an die Oberfläche hoch. Ein beeindruckendes Schauspiel. Was ich auch so noch nie beobachtet habe waren riesige Exemplare von Papageienfischen, die vertikal reglos im Wasser schwebend, sich von kleinen blau weissen Putzerfischen die Kiemen haben reinigen lassen. Wirklich sehr beeindruckend wenn man sich Zeit lässt. Zurück an Land durfte Niklas dann erst einmal seine Klamotten Auswringen. Die hatte er einfach achtlos an der Rand des Strandes gelegt und bei dem Schauer sind sie tropfnass geworden.
Der Zweite Schnorchelgang (diesmal ohne Regen) ging an der linken Seite der Bucht raus. Dort gab es richtig tolle Korallen. Sogar etliche Seeanemonennester mit unerschrockenen Clownsfischen. Die Highlights dort war sicher die Brandung zwischen den Felsen und wie die Fische in großen Scharen im Lee der Felsen Deckung suchten, ein riesiger Schwarm großer gelber Fische die sich in einer Art Fressrausch über die Korallen hermachten und leider nur ganz kurz eine richtig große Meeresschildkröte. Also trotz Regen haben wir heute richtig viel gesehen und erlebt. Wir sind beide froh, dass wir raus sind.

Niklas:
In der Bucht war es relativ leer und man konnte super schnorcheln. Beim Strand waren zwar sehr viele Korallen tot aber außerhalb waren riesige Hart und Weich-Korallen und viele unterschiedliche Fische. Das war schon echt atemberaubend. Es hat so ungefähr 20min geschüttet. In der Zeit waren wir aber im Wasser so das es mehr Spaß gemacht hat, als zu stören.

Haadtien Bay und Shark Island

Ko Tao – Ao Hin Wong Bay

Ko Tao ist ja wirklich sehr klein. Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Roller geschwungen und sind dann knapp 6km in die an der Ostküste gelegene Ao Hin Wong Bucht gefahren. Wie wir dort ankamen, waren wir fast die einzigen Besucher. Das änderte sich aber gegen Nachmittag. Etliche Boote mit Chinesen (gut an Selfiestick, Neoprenanzug Long John (das Wasser hat fast 30 Grad!) und Schwimmweste zu erkennen) fielen in die Bucht ein. Zum Glück sind die ja eher die im-knietiefen-Wasser-Steher-und-hysterisch-Kreischer-wenn-ein-Fisch-kommt denn Schnorchler. So gab es zumindest im Wasser keinen Auflauf. Und zu unserm Glück bleiben die auch nie lange.

Was soll ich sagen. Hier ist die Unterwasserwelt noch intakt. Viel Hart und Weichkorallen und große Schwärme von Fischen. Das Auge wusste gar nicht alles zu erfassen. Niklas ist total geflashed. So wundert es nicht, dass wir ca. vier Stunden im Wasser waren.

Niklas

Heute war ein sehr cooler Tag. Das Meer war voll mit 1000 den Fischen in riesigen Schwärmen aber auch riesigen einzelnen Fischen. Es gab unendlich viele Korallen und das Wasser war super klar. So schön geschnorchelt wie heute habe ich noch nirgends. Morgen fahren wir dann in die Shark Bay. Da soll man regelmäßig Haie aber auch Meeresschildkröten sehen. Darauf freue mich mich auch schon sehr.

 


Niklas GoPro hatte heute Dauereinsatz. Es war aber auch wirklich irre. So klares Wasser hatte ich selten. Man konnte extrem weit schauen. Zumindest wenn einen die Fischschwärme nicht einhüllten. Überhaupt waren die Fische sehr zutraulich und teilweise konnte man sogar mit ihnen spielen.

Ko Tao

Nachdem wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen haben, wurde erst einmal lange geschlafen. Nach dem Frühstück mit einer genial Aussicht, dann noch ein Stündchen. Niklas hat das Zimmer gehütet und ich bin mit dem Roller über die Insel. Meine Güte hat die sich in den 17 Jahren verändert. Sehr zugebaut und sehr touristisch alles. Die vorgelagerten Inseln Nang Yuan werden jeden Tag von 100ten Booten angesteuert. Die Touristen (Chinesen meist) laufen dann in einer langen Schlange auf einem Holzsteg um die Insel 🙈 Brrr

Nachmittags habe ich mich dann wieder mit Niklas im Ort getroffen, wo wir sehr entspannt in bequemen Sitzkissen direkt am Strand gegessen haben. Das wars für heute. Nicht viel gemacht.

Meine kleinen und großen Reisen