Florida Keys (Marathon I)

Sumpf, Sumpf, Sumpf… und kilometerlang geradeaus. Die totale Einöde. Kaum Verkehr. Ab und an ein Schild „Indian Village“. Nie ein Ortsname. So sind 1,5h schnell und ereignislos vergangen. Gefrühstückt haben hier kurz vor Homestead. Vorher gab es einfach keine Gelegenheit. Die Bakery in der wir gestoppt haben war voll in kubanischer Hand. Die sprachen dort noch nicht einmal Englisch. Eine völlig neue Erfahrung.

Dann endlich waren wir auf den Keys. Es gibt über 800 bewohnte Keys (Inseln), die sich wie eine Perlenkette auffädeln und mit Dämmen oder teilweise sehr langen (7 Mile Bridge) Brücken verbunden sind. Auf dem Weg zu unserem Hotel auf Marathon haben wir etliche Keys passiert. Teilweise sind sie so schmal, das man zur rechten Seiten den Golf von Mexico und zur linken Seite gleichzeitig den Atlantik sieht. Beide Seiten sind spiegelglatt. Nicht eine Welle. Liegt wahrscheinlich am nicht vorhandenen Wind. Die WetterApp vermeldet 33°C (gefühlt 43). Ohne Klimaanlage geht man ein.

In Marathon gehen wir kurz ein paar Lebensmittel einkaufen und können um 14:00 schon einchecken. Den Nachmittag verbringen wir am Sombrero Beach auf Marathon und später an dem kleinen Strand unseres Resorts. Die haben dort Liegen und Stühle. Da lässt es sich gut aushalten. Wir beschliessen auch den Abend dort mit Picknick und Sonnenuntergang zu verbringen.

Morgen geht es dann zeitig nach Key West.

Everglades (City) 🐊

Kurz vor 9:00 sind wir in Sebring aufgebrochen. Vorbei ging es über kilometerlange kerzengerade Straßen. Gesäumt von endlosen Orangenplantagen zu beiden Seiten der Straße. Es wird Zeit, dass die Autos wirklich autark fahren. Momentan muss man alle 20 Sekunden einen Miniimpuls am Lenkrad geben, sonst bremst das Fahrzeug. Erinnert etwas an den Totmannschalter in Zügen. In so einem Semiautomatischen Fahrzeug hat man als Fahrer echt nicht mehr viel zu tun. Einmal haben wir einen großen Schwarm schwarzer Geier in der Luft kreisen sehen. Diese Szene erinnerte mich an alte Italowestern, wo der Protagonist fast verdurstet in der Wüste liegt und die Geier über ihm kreisen…

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Sebring

Die 2 1/2h nach Sebring sind wir nur von einem Tankstop unterbrochen durchgefahren. um 11:45 waren wir schon am Highlands Hammock State Park. Der Eintritt von 6$ pro Vehikel wurde uns von einem freundlichen Parkranger im Tausch gegen ein paar Tipps, Parkmaps und freundliche Worte abgenommen. Erst haben wir an einer großzügig angelegten Picknick Aera einen Lunchbreak eingelegt. Danach ging es dann gestärkt weiter.
Der Park ist so angelegt, dass man mit dem Wagen in einem Rundkurs vereinzelte Trails ansteuern kann. Die meisten Trails sind ebenfalls Rundkurse von ca. 30 Minuten Dauer bei gemütlichem Gehtempo. Bei 33°C und stehender Luft trotzdem sehr schweisstreibend.

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Kennedy Space Center 🚀

Mitten in der Nacht um 6:00 werde ich wach — was ist das für ein nervtötender Sound? Der Hotelwecker ärgert mich. Man sollte die immer aus der Steckdose ziehen. Zum Glück bin ich schnell wieder eingeschlafen. Luisa hat die Störung nur mit einem Grunzen quittiert. Nach dem Frühstück im Hotel ging es dann 12 Meilen zum Kennedy Space Center. Der dortige Parkplatzautomat war sehr störrisch und hat erst nach dem x-ten Versuch die Karte geschluckt und 10$ abgebucht. Geparkt haben wir direkt vor dem Eingang (der Ami läuft nicht gerne) wo man an den dortigen Terminals schnell die zwei Eintrittskarten kaufen konnte (je 75$). Der gestrige Versuch die online vorab zu ordern ist ja mit dem Azure Fehler geendet.

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Meine kleinen und großen Reisen